Training
Um einen größtmöglichen Nutzen und Lernerfolg zu gewährleisten, erfolgt das Training
- in kleinen Gruppen (maximal 10 Teilnehmer),
- mit erfahrenen und kompetenten Trainern
- ausreichend Zeit (20 Stunden in 2- 21/2 Tagen),
- mit speziell ausgebildeten Schauspielern, die die Rolle von Patienten oder Angehörigen übernehmen
- mit einem hohen Anteil praktischer Übungen
um an realistischen Szenarios, schwierigen Gesprächssituationen und speziellen kommunikativen Anforderungen zu arbeiten.
Inhalte
Die Inhalte des Trainings werden im Wesentlichen durch die Anliegen der Teilnehmer bestimmt. Zu den wichtigsten, häufig wiederkehrenden Themenbereichen zählen z.B.
- Überbringen schlechter Nachrichten in allen Phasen von Krebserkrankungen
- gemeinsame Therapieentscheidungen treffen
- Umgang mit heftigen Emotionen bei Patienten und Angehörigen
- Umgang mit existenziellen Grenzen, Sterben, Tod
Rollenspiele?
Rollenspielen werden im Vorfeld von Trainings häufig ebenso kritisch beargwöhnt, befürchtet und manchmal sogar verhasst, wie sie im Nachhinein als besonders gut, wirkungsvoll und bereichernd beschrieben werden.
Ein praxistaugliches Training ist ohne Rollenspiele einfach nicht möglich, wobei inzwischen eine Vielzahl unterschiedicher Modelle (z.B. mit/ohne Schauspieler als Patientendarsteller) je nach konkreten Erfordernissen eingesetzt wird.
Einsatz von Schauspielern
Für eine ausgezeichnete Lernerfahrung in Rollenspielen sorgt der Einsatz von professionellen und eigens geschulten Schauspielern. Sie sind in der Lage, auch schwierige und emotional anspruchsvolle Patientenrollen einzunehmen, und können eine Rolle auch wiederholt spielen, so dass man mit ihnen alternative Gesprächsmöglichkeiten ‚ausprobieren' kann. Zudem können Schauspieler - anders als ‚richtige' Patienten - authentische Rückmeldung geben, wie sie ein konkretes Verhalten oder eine Äußerung des Arztes erlebt haben. Dabei können ganz überraschende Erfahrungen gemacht werden - etwa eine Situation, die der Arzt als unangenehm, oder eine Äußerung, die er selber als ungeeignet ansieht, kann vom ‚Patienten' als wohltuend oder erleichternd erfahren werden. Oder man erfährt, dass der Patient ab einem bestimmten Moment aus dem Gespräch ausgestiegen und viele Informationen ihn nicht mehr erreicht haben.
Rückmeldung von Kollegen und Trainern
Eine wichtige Quelle von Lernerfahrungen bilden die Rückmeldungen von Kollegen und Trainern, die im beruflichen Alltag kaum verfügbar sind. Dabei wird vor allem deutlich, dass es in der Kommunikation ein ‚richtig' oder ‚falsch' nicht gibt, sondern entscheidend vom individuellen Erleben eines Patienten bestimmt wird, WIE Mitteilungen ankommen. Rückmeldungen von Kollegen und Trainern machen unterschiedliche Erlebnisweisen deutlich, schulen die Aufmerksamkeit und Wahrnehmungsfähigkeit und erweitern das kommunikative Repertoire.
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